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Elektromobilität: Karlsruhe bei den Gewinnern17.04.2012
Bund fördert Projekte von Michelin und KIT mit E-Fahrzeugflotten im Alltagsbetrieb

(bw) Baden-Württemberg wird zu einem von vier "Schaufenstern Elektromobilität" in Deutschland, und Karlsruhe ist darin mit mehreren Projekten vertreten. Der Bund hatte den entsprechenden Wettbewerb ausgelobt, um die eMobilität zu fördern, und stellt jedem "Schaufenster" in den nächsten drei Jahren bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung.

"Der Rückenwind aus Berlin wird uns beflügeln", freute sich Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bei der Vorstellung der Projekte vergangene Woche im "eMobilitätszentrum" am Ostring. Dem Elektroantrieb gehöre die Zukunft und mache ihn unter den Aspekten Emissions- und Klimaschutz gerade auch für Städte interessant.

Alltagstauglichkeit und tragfähige Geschäftsmodelle

Dr. Wolfgang Fischer, der in der Landesagentur für eMobilität die Bewerbung Baden-Württembergs als Projektleiter organisiert und koordiniert hatte, nannte zwei zentrale Ziele: Es gehe darum, die Alltagstauglichkeit von Elektromobilität zu demonstrieren und gleichzeitig tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Am "LivingLab BWe mobil" sind rund 120 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand in 41 Einzelprojekten mit einem Gesamtvolumen von über 152 Millionen Euro beteiligt.

Bis 2020 wollen sie mindestens 3.100 Fahrzeuge auf die Straße bringen - wobei alle Formen der Elektromobilität im Land flächendeckend genutzt werden sollen. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Regionen Stuttgart und Karlsruhe.

KIT in Karlsruhe und Stuttgart beteiligt

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist gleich an vier Projekten beteiligt: am "e-Verkehrsraum Stuttgart", bei dem es um die Einbettung von Elektromobilität in moderne Mobilitäts- und Verkehrskonzepte geht, an der "Campusflotte KIT", an "Elektromobilität in der Schule" und am einzigen grenzüberschreitenden Projekt "RheinMobil", bei dem Michelin Karlsruhe die Führung innehat.

Mit der Campusflotte wolle das KIT "vorleben, was es heißt, elektromobil zu sein", unterstrich KIT-Vizepräsident Dr. Peter Fritz. Und der Direktor des Michelin-Werks Karlsruhe, Christian Metzger, betonte: "Michelin verbindet man mit Reifen, tatsächlich verkaufen wir Mobilität". Zu den Partnern in Karlsruhe gehört auch das Automotive Engeneering Network Südwest (AEN).

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